Umgang mit schulischer Segregation

Stand: 03.06.2019

Federführung: TUM

In den letzten Jahren hat sowohl international wie auch in Deutschland die Anzahl an segregierten Schulen zugenommen. Dies bedeutet, dass sich die Schülerschaft an bestimmten Schulen immer öfter aus überdurchschnittlich vielen Schülerinnen und Schülern mit einem bestimmten Merkmal zusammensetzt (z.B. Migrationshintergrund). Bereits beim Schuleintritt bestehen Ungleichheiten bezüglich der Leistungen (z.B. sprachliche Kompetenzen) von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund bzw. mit unterschiedlichem sozioökonomischem Status, die durch schulische Segregation noch weiter verstärkt werden können. Insbesondere leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler würden von einer heterogenen Schülerschaft profitieren, weshalb schulische Segregation oftmals zu einer doppelten Benachteiligung führt.

In dieser Forschungssynthese sollen daher Maßnahmen in den Blick genommen werden, die entsprechende Ungleichheiten und Benachteiligungen im Bildungssystem potentiell reduzieren können. Zahlreiche Studien sind zum Ergebnis gekommen, dass die Beteiligung von Eltern an Bildungsprozessen in positivem Zusammenhang mit der Schulleistung ihrer Kinder stehen. Der Fokus dieser Synthese liegt folglich darauf, inwiefern die Beteiligung von Eltern an Bildungsprozessen ihrer Kinder einen Beitrag zur Reduzierung von Bildungsbenachteiligung leisten kann. Zunächst werden verschiedene Formen der Elternbeteiligung betrachtet wie beispielsweise das Engagement an der Schule, die Unterstützung bei Hausaufgaben oder das Vermitteln von Bildungszielen sowie Leistungserwartungen an die Kinder. Darüber hinaus werden auch von Schulen initiierte Programme berücksichtigt, die darauf abzielen, insbesondere bildungsferne Eltern in relevanten Bildungsfragen zu unterstützen und sie damit stärker in das schulische Umfeld zu involvieren.

Bei dieser Forschungssynthese steht die Frage im Zentrum, inwiefern die Beteiligung von Eltern an Bildungsprozessen ihrer Kinder Ungleichheiten sowie Benachteiligungen im Schulsystem reduzieren kann. ©pixaby

© 2012 Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien

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