Forschung

Im Fokus der wissenschaftlichen Arbeit des ZIB steht die Durchführung der PISA-Studie in Deutschland. Ebenso befasst sich die Forschungseinrichtung mit weiterführenden Fragestellungen im Zusammenhang mit PISA und betreibt darüber hinaus Forschungsprojekte, die für die Sicherstellung der Qualität des Bildungssystems von allgemeinem Interesse sind.

Das ZIB ist in seiner Rolle als PISA National Center zuständig für die Planung, Ausführung und Auswertung der nationalen PISA-Studien. Es kümmert sich unter anderem um die Aufbereitung der internationalen Erhebungsinstrumente und passt diese für die Durchführung der Studie in Deutschland an. Zusätzlich fügt die PISA-Arbeitsgruppe des ZIB den Studien nationale Erweiterungen und Ergänzungen hinzu, um umfassendere Aussagen über den Bildungsstand der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland treffen zu können. Neben der nationalen PISA-Arbeit ist es ein weiteres Ziel des ZIB, die PISA-Studien auf internationaler Ebene mitzugestalten und sich aktiv in deren Konzeption einzubringen.

Zudem betreibt das ZIB Forschungsprojekte, die an die PISA-Studien anknüpfen. Dazu gehören einerseits Studien, die die PISA-Studie inhaltlich um verschiedene Aspekte erweitern, wie Untersuchungen zur Charakterisierung von Risikogruppen oder eine Follow-Up-Studie zu PISA, die die Messungen um einen Längsschnitt erweitert. Anderseits setzt sich das ZIB auch mit methodischen Fragestellungen im Zusammenhang mit Large Scale Assessments wie der PISA-Studie auseinander. Damit sollen sowohl die Erhebungsinstrumente als auch die Auswertungsmethoden optimiert werden. Schwerpunkte liegen hier auf Forschungsprojekten zu Fragebogenkonstrukten, technologiebasiertem Assessment, Prozessdaten sowie fehlenden Daten und Mehrebenenanalysen.

Darüberhinausgehende Forschungsprojekte beschäftigen sich allgemeiner mit bildungswissen-schaftlichen Fragestellungen, die zur Verbesserung des Bildungssystems beitragen sollen. Hierzu gehören die ZIB-Forschungssynthesen, die praxisrelevante Fragestellungen aufgreifen und untersuchen.

Zusammenfassend lässt sich das aktuelle Forschungsprogramm des ZIB in vier Programmbereiche einteilen, die jeweils unterschiedliche Aspekte der Bildungsforschung abdecken, jedoch stark verzahnt sind:

Bildungsmonitoring

In diesen Programmbereich fällt die Umsetzung und Auswertung der PISA-Studien in Deutschland. Zudem bringt sich das ZIB auf internationaler Ebene in die Vorbereitung von PISA ein und reichert die Studie durch nationale Ergänzungen wie PISA Plus an.

Derzeit wird in diesem Bereich an der Nachbereitung von PISA 2018➚ und der Vorbereitung von PISA 2022 gearbeitet. Zusätzlich beteiligt sich das ZIB aktuell unter der Federführung des DIPF an der Erstellung der internationalen PISA-Fragebögen.

Forschungssynthesen

Dieser Bereich widmet sich Fragestellungen, die für die Bildungspolitik und -praxis von hoher Relevanz sind. So sollen die Forschungssynthesen Fragen aus dem Bereich der Bildungswissenschaft aufgreifen und vertiefend analysieren. Die Untersuchungen beziehen sich dabei auf den Schul- und Unterrichtskontext.

Derzeit wird in diesem Programmbereich untersucht, wie leistungsstarke Schülerinnen und Schüler optimal gefördert werden können, wie geschlechterspezifische Differenzen abgebaut werden können, wie durch Elternbeteiligung mit schulischer Segregation umgegangen werden kann und wie sich professionelle Kompetenz von Lehrkräften entwickelt und auf Schülerinnen und Schüler auswirkt.

Eine Übersicht über die bisherigen Publikationen dieses Programmbereichs finden Sie hier.

 

Schul- und Unterrichtsforschung

Dieser Bereich ist darauf ausgerichtet, Rahmenbedingungen von Schulen und Unterricht zu identifizieren, die sich positiv auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern auswirken.

Dazu zählen derzeit eine Untersuchung von schulischen Rahmenbedingungen und ihren Auswirkungen auf die Leistung der Schülerinnen und Schüler sowie das Projekt Ceco, in dem Unterricht hinsichtlich verschiedener Qualitätsmerkmale untersucht wird. Weiter wird durch Sekundäranalysen verschiedener Datensätze, die Auswirkungen der Lehrerkompetenz auf die Schülerinnen und Schüler untersucht.

Methodenforschung

Der Programmbereich befasst sich mit der Frage, wie die Erhebung und Auswertung der Daten aus internationalen Bildungs-vergleichsstudien optimiert werden können, um eine bestmögliche Analyse zu erzielen. Dabei ist es möglich, dass sich diese methodischen Fragestellungen auf alle anderen Forschungsbereiche beziehen.

Aktuell umfasst dies Untersuchungen zu Moduseffekten in PISA 2018, zum Umgang mit fehlenden Daten, zu Prozessen beim Verarbeiten verteilter Informationen sowie zu methodischen Herausforderungen bei der Schätzung von Trends und querquerschnittlichen Ländervergleichen in Schulleistungsstudien.

Publikationen mit
ZIB-Beteiligung

 

Publikationsliste 2011-2016

Publikationsliste 2017-2020

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