Fehlende Daten in der Bildungsforschung

Federführung: IPN

 

In der Bildungsforschung gibt es immer wieder das Problem, dass nicht von allen befragten Personen in einer Studie alle Daten vorliegen, da die getesteten Personen die Testhefte und Fragenbögen nicht immer vollständig oder zum Teil fehlerhaft ausfüllen. Diese fehlenden Werte sind problematisch, da die Anzahl der zur Verfügung stehenden Daten verringert wird. Außerdem gehen viele statistische Auswertungsverfahren von vollständigen Datensätzen aus. Fälle mit unvollständigen Daten werden daher in der Auswertung oft ausgeschlossen. Das kann zu Problemen führen, wenn zum Beispiel eine bestimmte Gruppe befragter Personen verhältnismäßig selten antwortet. Mit dem Verfahren der multiplen Imputation gibt es einen Lösungsansatz: Die fehlenden Daten werden mithilfe von Schätzmethoden ergänzt.

Das Projekt Fehlende Daten in der Bildungsforschung hat das Ziel, neue Strategien zum Umgang mit fehlenden Daten zu entwickeln. Damit soll eine Verbesserung der Behandlung von fehlenden Daten in der Forschungspraxis und der Auswertung von Large-Scale Assessments ermöglicht werden. Ein Fokus liegt dabei auf dem Umgang mit fehlenden Werten in Mehrebenendaten.

Mit Hilfe von Simulationsstudien sollen Lösungsstrategien genauer studiert werden, um so Empfehlungen für inhaltlich arbeitende Forscherinnen und Forscher zu geben. Außerdem zielt das Projekt darauf ab eine Software weiterzuentwickeln, die leicht umsetzbare Lösungen für die Behandlung von fehlenden Werten in der Forschungspraxis bietet. Diese Software wird in Form eines R-Pakets frei verfügbar sein.

Das Forschungsprojekt entwickelt neue Strategien im Umgang mit fehlenden Daten.
© pexels

© 2012 Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien

» Webdesign