Zusammenhänge zwischen mütterlicher
Erziehung und kindlicher Selbstregulation
in verschiedenen kulturellen Kontexten

Projektmitglieder

  • Jorge Jaramillo & María Isabel Rendón (Universidad Santo Tomás, Bogota, Kolumbien)
  • Lorena Muñoz (Universidad de Chile, Santiago de Chile, Chile)
  • Mirjam Weis (Technische Universität München, Zentrum für Internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB), Deutschland)
  • Mariano Rosabal-Coto (Universidad de Costa Rica, San José, Costa Rica)

In diesem internationalen Projekt wird die kindliche Selbstregulation sowie deren Zusammenhänge mit mütterlichen Sozialisationszielen und -praktiken sowie Schulleistungen von Kindern in verschiedenen soziokulturellen Kontexten untersucht. Das Ziel des Projektes ist es, neue Erkenntnisse über Entwicklungsbedingungen und -ergebnisse von Selbstregulation in verschiedenen Ländern sowie in verschiedenen sozioökonomischen Gruppen zu gewinnen.

Es nehmen Mutter-Kind-Dyaden sowie die Lehrkräfte der Kinder an der Studie teil. Die Mütter werden aus drei sozioökonomischen Bildungsgruppen ausgewählt: niedrigem, mittlerem und hohem Bildungsniveau. Die Kinder befinden sich in der zweiten Klasse und sind 7 bis 8 Jahre alt. Zur Messung der kindlichen Selbstregulation werden ein direktes Verhaltensmaß sowie Selbst-, Lehrer- und Elterneinschätzungen verwendet. Mütterliche Sozialisationsziele und -praktiken werden durch Interviews und Selbstberichte erfasst.

Empirische Studien über verschiedene Disziplinen hinweg haben gezeigt, dass die Selbstregulation entscheidend für positive Entwicklungsergebnisse von Kindern ist. Insbesondere für die kognitive Entwicklung, die Schulleistungen und die sozioemotionale Entwicklung spielt Selbstregulation eine wichtige Rolle. Viele Studien in Nordamerika und Europa geben bereits Aufschluss über die Bedeutung von Selbstregulation. In lateinamerikanischen Kontexten wurde die Selbstregulation bisher selten untersucht. Darüber hinaus gibt es bisher wenige Studien zum Einfluss mütterlicher Sozialisationsziele und -praktiken auf die Selbstregulation von Kindern, welche die Rolle kultureller Kontexte berücksichtigen.

Ziel dieses Projekts ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Sozialisationszielen und -praktiken sowie deren Zusammenhänge mit kindlicher Selbstregulation und Schulleistungen zwischen verschiedenen Ländern sowie zwischen verschiedenen mütterlichen Bildungsniveaus zu untersuchen.

Aktueller Stand

Es wurden bereits Daten in Chile und Kolumbien erhoben. Im Moment werden die Datenanalysen und Publikationen zu den Daten aus Chile und Kolumbien vorbereitet.

Projekttreffen

  • März 2018: Projekttreffen zu den erhobenen Daten aus Chile and Kolumbien und Planung von Publikationen an der Universidad Santo Tomás, Bogotá, Kolumbien. Teilnehmerinnen und Teilnehmer: J. Jaramillo, M. I. Rendón, M. Weis, L. Muñoz.
  • Juli 2016: Internationales Treffen zur Planung des Forschungsprojekts an der Technischen Universität München, School of Education, Zentrum für Internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB), München, Deutschland. Teilnehmerinnen und Teilnehmer: J. Jaramillo, M. Weis, G. Trommsdorff, K. Reiss, K. Nagel.
  • August 2015: Arbeitstreffen und wissenschaftliche Veranstaltung zur Planung des internationalen Forschungsprojekts an der Universidad Santo Tomás, Bogotá, Kolumbien. Teilnehmerinnen und Teilnehmer: J. Jaramillo, M. I. Rendón, M. Weis, M. Rosabal, L. Muñoz.

Vorbereitende Publikationen

  • Jaramillo, J. M., Rendón, M. I., Muñoz, L., Weis, M., & Trommsdorff, G. (2017). Children’s self-regulation in cultural contexts: The role of parental socialization theories, goals, and practices. Frontiers in Psychology, 8. http://dx.doi.org/10.3389/fpsyg.2017.00923➚
  • Weis, M., Trommsdorff, G., & Muñoz, L. (2016). Children's self-regulation and school achievement in cultural contexts: The role of maternal restrictive control. Frontiers in Psychology, 7. http://dx.doi.org/10.3389/fpsyg.2016.00722➚

Web

ResearchGate➚

Arbeitstreffen August 2015, Universidad Santo Tomás, Bogotá, Kolumbien. Von links nach rechts: Mariano Rosabal-Coto, María Isabel Rendón, Mirjam Weis, Jorge Jaramillo, Lorena Muñoz.
© ZIB/ Mirjam Weis

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