Bridging the Gender Gap in Non-Cognitive Student Outcomes

Kaley Lesperance, Wissenschaftliche Mitarbeiterin TUM

Der Arbeitstitel dieses Promotionsprojekts lautet Bridging the Gender Gap in Non-Cognitive Student Outcomes und untersucht dieses Thema anhand von zwei Teilprojekten.

Studie 1

Der erste Teil dieser Dissertation ist eine Meta-Analyse, die die unterschiedlichen Auswirkungen schulischer Interventionen auf die motivational-affektiven Merkmale von Schülerinnen und Schülern untersucht. Zu den motivational-affektiven Merkmale gehören Konstrukte wie Interesse, Selbstkonzept, Überzeugungen, und Selbstwirksamkeit in bestimmten Schulfächern. Jungen und Mädchen weisen oft Unterschiede in diese Merkmale auf, insbesondere in Fächern, in denen ein Geschlecht stereotyperweise als fähiger als das andere angesehen wird (z. B. sind Mathematik und Naturwissenschaften stereotype "männliche" Fächer, Lesen und Schreiben stereotype "weibliche" Fächer). Diese Unterschiede bei den motivational-affektiven Merkmale können zu Leistungslücken bei den Schülern sowie zu Unterschieden bei der künftigen Berufswahl und den Studiengängen zwischen Männern und Frauen führen. Die Forschungssynthese wird den aktuellen Stand der Forschung zu diesen Interventionen zusammenfassen und analysieren, welche Interventionsmethoden am effektivsten sind, um die Geschlechtsunterschiede bei den motivational-affektiven Merkmalen von Schülerinnen und Schülern zu reduzieren.

Studie 2

Der zweite Teil dieser Dissertation wird sich ebenfalls mit den geschlechtsspezifischen Unterschieden bei die motivational-affektiven Merkmale von Schülerinnen und Schülern befassen. In dieser Studie werden Aspekte auf Klassenzimmer- und Lehrerebene näher untersucht, die diese Faktoren bei den Schülern möglicherweise beeinflussen. Lehrmethoden, Überzeugungen und Verhaltensweisen haben eine starke Beziehung zu den Schülerergebnissen, und diese Studie soll die Frage beantworten: Was können und sollten Lehrer in ihrer täglichen Unterrichtspraxis tun, das dazu beiträgt, diese geschlechtsspezifische Unterschiede zu verringern? Diese Studie wird Daten aus der Videostudie der OECD German Teaching and Learning International Survey (TALIS) verwenden, die Videomaterial sowie Daten aus Lehrer- und Schülerfragebögen aus 85 Mathematikklassen der deutschen Sekundarstufe I erhalten hat. Diese Daten werden verwendet, um die Beziehung zwischen den Lehrmethoden und den geschlechtsspezifischen Unterschieden bei den motivationswirksamen Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler zu untersuchen.

 

Betreuerin: Prof. Dr. Doris Holzberger
Mentorin
: Prof. Dr. Sarah Hofer

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