Lehrer-Schüler-Interaktionen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund

Simon Munk, Wissenschaftlicher Mitarbeiter TUM

Das Promotionsprojekt beschäftigt sich mit der Analyse von Lehrer-Schüler-Interaktionen hinsichtlich des Migrationshintergrunds.

Lehrer-Schüler-Interaktionen sind ein Schlüssel für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Während bereits untersucht werden konnte, dass sich die Leistungen von Lernenden mit und ohne Migrationshintergrund unterscheiden, ist unklar, ob sich diese Differenzen auch im Unterrichtsgeschehen zeigen und Lehrkräfte gleichverteilte Unterstützung gewährleisten können. Zunächst ist in einem ersten Schritt die Variable „kultureller Hintergrund“ genauer zu klassifizieren. Da dieser Begriff vor allem durch US-amerikanische Forschung geprägt ist, soll die Einordnung im europäischen (vorrangig deutschen) Kontext unternommen werden. Ferner soll eine Re-Analyse der Daten des Projekts Interaction I (teacher-student interactions in classrooms) Auskunft über die Fragestellung der Interaktionen zwischen Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und ihren Lehrkräften geben. Hierfür werden verschiedene Schülermerkmale (z. B. Interesse, Vorwissen, Motivation) und Daten aus Videographien in Mathematik und Deutsch (z. B. Art und Dauer von Äußerungen, Meldeverhalten) ausgewertet und hinsichtlich des Migrationshintergrunds verglichen. Hierbei soll Klarheit über die Erwartungshaltung der Lehrkräfte und mögliche Stereotype gewonnen und ihre Auswirkungen auf Lehrer-Schüler-Interaktionen untersucht werden. Die Ergebnisse sollen in internationalen Journals publiziert werden.

Betreuerin: Prof. Dr. Doris Holzberger

Mentor: Dr. Ricardo Böheim

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