Ausgewählte Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen und deren Bedingungsfaktoren aus internationaler Perspektive

Dr. Mirjam Weis, Stellvertretende Leitung PISA National Center, Wissenschaftliche Mitarbeiterin TUM

In dieser Habilitation geht es um Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen im internationalen Kontext mit einem Fokus auf Lesekompetenz, Selbstregulation und kollaboratives Problemlösen. Es wird ein ganzheitlicher Kompetenzbegriff zugrunde gelegt, der sowohl kognitive als auch motivationale, volitionale und soziale Komponenten einschließt (vgl. Weinert, 2001). Somit werden zum einen Faktoren wie beispielsweise Selbstregulation und zum anderen auch Schulleistungen mit einem Schwerpunkt auf Lesekompetenz in den Blick genommen. Die Kompetenzen werden zudem im Hinblick auf Kultur sowie im Zusammenhang mit dem sozioökonomischen Status und dem Zuwanderungshintergrund betrachtet. Insgesamt wird somit der Rahmen der Kompetenzbetrachtung durch den Blick auf unterschiedliche Kontexte sowie Gesellschaften erweitert. Da Kompetenzen nicht ausschließlich im schulischen Kontext erworben werden, sondern der familiäre Kontext und insbesondere die elterliche Erziehung eine wichtige Rolle spielen, werden in dieser Arbeit auch die elterlichen Erziehungsziele und -praktiken einbezogen.

Die kumulative Habilitationsschrift basiert auf zehn Aufsätzen. Zwei davon sind theoretischer Natur zur Herleitung und genauen Erläuterung der aktuellen und kulturübergreifenden Erfassung und Entwicklung von Lesekompetenz sowie von Selbstregulation. Acht der Aufsätze sind empirisch und es liegen zum einen Daten der PISA-Studien und zum anderen Daten aus Projekten zur Selbstregulation zugrunde.

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